Foto: Nies

 

Imkermeister Lars Meyke vom Bieneninstitut Münster referierte vor 40 Imkern am 2. Juni im Kurpark Unna am Lehrbienenstand über Möglichkeiten des Imkers zur Lenkung des Schwarmtriebes. Durch sanftes Schröpfen, der zeitigen Entnahme von ein oder zwei Brutwaben können z.B. über Sammler Ableger gebildet werden, die im Rotationsverfahren später mit dem Wirtschaftsvolk wieder vereinigt werden. Die Ableger sollten aufgrund noch kühler Nachttemperaturen im Frühjahr kräftig genug sein, gern auch zusätzlich mit einer Pollenwabe aus einem starken Volkes ausgestattet. An die Stelle bzw. neben die entnommenen Brutwaben kommen Mittelwände, so dass das starke Volk etwas „zum Arbeiten hat und nicht auf dumme Gedanken kommt“.  Der Schwarm ist selbstverständlich die natürliche Art der Vermehrung der Biene – es kann jedoch unter einigen Aspekten vorteilhaft sein Einfluss zu nehmen. Sind bereits verdeckelte Schwarmzellen vorhanden, so ist der Schwarm beschlossene Sache. In diesem Fall kann nach dem Rat des Imkermeisters die Bildung von Flugling und Brutling Abhilfe schaffen. Der Einsatz organischer Säuren soll ausschließlich außerhalb der Honigsaison erfolgen. Dies bekräftigt auch Dr. Marika Harz, die sich vor dem Hintergrund der auslaufenden Standardzulassung für den Erhalt der Ameisensäure einsetzen möchte. Die Leiterin des Bieneninstitutes gab einen Überblick über die weiteren Arbeitsgebiete sowie über praktische Publikationen für Imker.    jn

 

 

 

Unsere Termine 2022:
 
 
Dr. Pia Aumeier in Bergkamen immer an der Ökologiestation, Westenhellweg 110, 59192 Bergkamen:

 

5. August 2022 Spätsommerpflege - Futterbedarf - Varroakontrolle, ab 16 Uhr bis ca. 20 Uhr

 

 

 
 

 

 

 

 

 

Die Honigbewertung 2021 fand vom 26. Bis 28. August 2021 in neuen Räumen auf Haus Düsse in Ostinghausen / Bad Sassendorf statt.

Die Imker hatten in diesem Jahr eine schlechte Frühtrachternte und teilweise auch eine kleinere Sommertrachternte.

Es wurden in diesem Jahr 753 Honig - Lose eingereicht zur Bewertung. Nach 1091 Honig - Losen im Jahr 2020 war dieses Ergebnis zum Teil der schlechten Frühtracht Ernte gezollt, aber auch der Corona – Krise.  

Geprüft wurde nach den Richtlinien des Deutschen Imkerbundes. Wir haben das Verfahren der Prüfung wie in 2020 unter Corona Bedingungen durchgeführt. Mit dem jetzigen Prüf System sind wir in der Lage die Anzahl der Prüfstraßen ohne Qualitätseinbußen zu erhöhen.

Die Hygienevorschriften mussten strikt eingehalten werden, was dem Team einiges abverlangte. Es musste einzeln mit Abstand geprüft werden, und trotzdem sollte die Qualität der Prüfung gewahrt bleiben. Dies gelang durch 2 rotierende Prüfer, die die einzelnen Prüfer unterstützen und für eine Abstimmung untereinander sorgen sollte, so dass es eine gleichbleibende Qualität bei der Prüfung gab. Hier war ein Team von 30 Honigprüfern an 3 Prüfstraßen in Aktion um die Honige in den Feldern Aufmachung, Sauberkeit, Konsistenz, Geruch und Geschmack anonym zu beurteilen. Anschließend wurde der Wassergehalt des Honigs gemessen. Von den 753 Honigen wurden 600 Honige im Labor auf Rückstände untersucht. Somit erhielt jede Imkerin und jeder Imker eine Analyse seines Honigs auf Spuren von Rückständen. Diese Analyse kostet normalerweise 70,00 €, sie war für die Imker gratis. Diese Analyse kann eine Bestätigung sein, für den sorgsamen und fachgerechten Umgang mit den Bienen, und der großen Sorgfalt bei der Honiggewinnung. Es wurden 400 Honige auf Invertase, der Ezymaktivität geprüft.

Aus dem Kreis Unna – Hamm beteiligten sich 38 Imker mit 75 Losen.

Wir erreichten in diesem Jahr aus unseren Reihen

29mal Gold, 19mal Silber, 9mal Bronze,

 13mal gab es keinen Preis

Die Honigbewertung hat uns gezeigt, dass die regelmäßigen Überprüfungen des Honigs zu einer Qualitätsverbesserung geführt hat.

Wir sollten diese Imker einmal fragen wie sie es schaffen, so eine gute Arbeit abzugeben, um daraus zu lernen.

Es gab auch eine große Mängelliste die zu mehr oder weniger starken Abzügen führte.

Und dann gab es Kriterien die zum Ausschluss führten

2mal andere geringfügige Verunreinigungen Außen am Glas, das sind Reste vom alten Gewährstreifen

2mal Untergewicht

5mal war der Wassergehalt über 18 %, in der Spitze 20,4 %

Allen Imkerinnen und Imkern möchte ich ganz herzlich gratulieren zu Ihrem Erfolg bei dieser Honigbewertung, den weniger erfolgreichen möchte ich Mut machen, und Ihnen mit auf dem Weg geben, sich bei denen zu informieren, die es drauf haben, worauf besonders geachtet werden sollte, und dann erneut sich beteiligen.

Wir können uns fragen: Welchen Sinn macht eine Beteiligung an der Honigbewertung?

Motivieren Sie ihre Imkerkolleginnen und Kollegen sich der Verantwortung einer Qualitätsüberprüfung zu stellen und werben sie für die Honigbewertung. Unterstreichen Sie auch den Werbeeffekt der Aufkleber die sie bei Erhalt einer Urkunde erwerben können. Regionale Produkte von höchster Qualität lassen sich zu einem guten Preis vermarkten, aber Vermarktung kostet Zeit, Geld und Einsatz. Ein Qualitätsbeweis unterstützt hier stark.

Zum wiederholten Mal stand Johannes Stute bei dem Honigtag in Münster mit einem seiner Honige auf dem Treppchen. Er erreichte einen 2. Platz in der Kategorie flüssiger Honig.

Erfolgreichster Verein bei der Honigbewertung war in diesem Jahr der Imkerverein Bausenhagen, der den Wanderpokal für ein Jahr mitnehmen durfte.

Erfolgreichster Imker aus unseren Reihen ist in diesem Jahr wieder Detlev Klaus, Imkerverein Hamm, er hat es wieder einmal geschafft Honig von allerhöchster Qualität abzuliefern und erreichte

3 x 5,00 = 3 x Gold

Wir haben noch 1 Imkerin und einen 1 Imker die diese Qualität abliefern konnten

Elisabeth Pohlmann mit 2 mal 5,00 1 mal 4,72   3*Gold             

Ralf Moser erreichte mit 1 mal 5,00  2 mal 4,72   3* Gold

Hier können wir sehr gut die Kontinuität der Qualität des Honigs bei den Imkern verfolgen. Alle diese Imker standen auch in der Vergangenheit immer mit oben bei der Preisvergabe.

Die erfolgreichen Teilnehmer