Der Vorsitzende Alfons Pohlmann begrüßt 25 Delegierte sowie als Gast und Diskussionspartner den Vorsitzenden des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Ruhr-Lippe Hans Heinrich Wortmann. Die Versammlung erhebt sich zum Gedenken an die verstorbenen Mitglieder. Zum Protokoll von Jörg Nies gibt es keine Ergänzungen. Die Einladung zu dieser Versammlung erfolgte form- und fristgerecht.

Aus dem Jahresbericht des Vorsitzenden geht hervor, dass derzeit 391 Imkerinnen und Imker mit 3928 Bienenvölkern im Kreis Unna/Hamm gemeldet sind. Der Anfängerkurs 2019 wurde von 24 Teilnehmern besucht. Alfons Pohlmann legt Wert darauf, dass finanzielle Überschüsse aus diesem Kurs für weitere Schulungszwecke zweckgebunden eingesetzt werden. An der Honigbewertung nahmen 13% der Imker teil. Das ist im Vergleich zum Landesdurchschnitt ein überdurchschnittlich gutes Ergebnis, dennoch weiterhin steigerungsfähig.

Der zweite Vorsitzende Georg Löcken berichtet über die Vertreterversammlung des Landesverbandes Westfälisch Lippischer Imker auf Haus Düsse sowie über eine ausserordentliche Versammlung, die insbesondere zum Thema Offene Mitlieder- Verwaltung (OMV) einberufen wurde.

Gemäß Bericht von Obmann für Bienengesundheit Thomas Meyer waren im Jahr 2019 alle 59 AFB-Monitoring-Proben negativ. Im Jahresverlauf gab es vorübergehend einen Verdachtsfall in Methler. Im Kreis Warendorf, angrenzend an unser nördliches Kreisgebiet, gab es einen Sperrbezirk. Am BSV-Lehrgang nimmt im Jahr 2020 ein Imker aus Unna teil.

Alfons Pohlmann fasst in seiner Funktion als Honigobmann für die Honigbewertung zusammen, dass diese Bewertung dazu dient die Qualität der Honige zu dokumentieren und gesetzlichen Vorgaben der Eigenkontrolle zu genügen. So lassen sich angemessene Preise für das Produkt erzielen.

Gemäß Bericht von Bienenweidefachberater Jochen Zamponi hat man sich bei den stattgefundenen Fachausschusstagen am 9.3.2019 und am 9.11.2019 mit der Frage befasst, was man bewirken könne. Bezüglich des Programms des Tages der Bienenweide in Bocholt merkt der Landwirt und Imker Julian Freisendorf an, dass dort kein Landwirt als Redner vertreten sei.

Zuchtobmann Hüsyin Vuran (entschuldigt) bietet im Jahr 2020 wieder die Möglichkeit an, EWK’s zur Belegstelle Norderney mitzunehmen bzw. gemeinsam dort hinzufahren. Die Möglichkeit zum Umlarven soll außerdem wieder bestehen. Die Termine werden auf unsere Kreisimkervereinsseite gestellt.

Paul Dircks kann im Rahmen seines Kassenberichtes ein positives Resumee ziehen. Bernd Böhle bescheinigt im Namen der Prüfer des IV Schwerte eine ordentliche und transparente Kassenführung; die Versammlung erteilt einstimmig die Entlastung des Vorstandes.

Die geplanten Aktivitäten sind bereits auf der Webseite vermerkt. Es wird ausserdem ein Ausflug vorgeschlagen (z.B. eine Fahrt nach Mayen oder Kirchhain an einem Wochenende). Der Wirtschaftsplan wird einstimmig angenommen.

Wahlen: Alfons Pohlmann nimmt die Wahl zum Ersten Vorsitzenden an. Die Versammlung bringt hierfür besonderen Dank und Anerkennung zum Ausdruck. Paul Dircks stellt sich weiterhin als Kassierer zur Verfügung.

Als Vertreter für die Vertreter-Versammlung des LV am 4.4.20 melden sich mit Zustimmung der Versammlung Georg Löcken, Ulrich Imka, Dietmar Hermann und Martin Greitzke.

Alfons Pohlmann hatte einen Antrag an den Landesverband vorbereitet was den Bezug und die Farbe der Zusatzettiketten betraf. Dieser Antrag ist aber hinfällig da es sich um eine Verwaltungsangelegenheit handelt und dies vom Vorstand des Landesverbandes beschlossen werden kann. Den Antrag hat A. Pohlmann an den Vorsitzenden des LV geschickt.

Der Termin für die nächste Delegiertenversammung ist der 22.1.2021 um 19 Uhr in Hamm. Für die Kassenprüfung ist dann der IV Rhynern an der Reihe.

Jörg Nies (gezeichnet von Alfons Pohlmann)

 

 

 

Am 24.1.2020 diskutierten in Hamm Vertreter aus insgesamt zwölf Vereinen des Kreisimkervereins Unna/Hamm mit dem Vorsitzenden des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Ruhr-Lippe. Foto: Nies

 

Hans Heinrich Wortmann, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Ruhr-Lippe und Landwirt aus Kamen-Methler, berichtet im Anschluss an die Versammlung des Kreisimkervereins über die derzeitige Situation der Landwirtschaft insbesondere im Zusammenhang mit den Inhalten des Agrarpaketes. Zu Unrecht sehe sich die Landwirtschaft für einige Probleme allein an den Pranger gestellt. Im Zuge der Umsetzung des Agrarpaketes drohe ein Strukturbruch, der den ohnehin vorhandenen Strukturwandel übertreffen werde. Wichtige Marktanteile würden dann von anderen Akteuren auf dem Weltmarkt bedient und deren Qualität stehe nicht mehr unter unserem Einfluss. Als Vertreter von etwa 1800 Mitgliedern (darunter auch Nebenerwerbslandwirte sowie Verpächter) sucht Wortmann den Informationsaustausch mit den Imkern und geht offen in die Diskussion über Aspekte wie Insektensterben, Fruchtfolge, Acker-Schlaggrößen und eine verstärkte Subventionierung von Umstellungen auf biologische Landwirtschaft.

  

Neben der allgemeinen Diskussion nach konkreten Stellschrauben suchen

Einige Imker apellieren an die Landwirte bei Spritzungen auf den Bienenflug noch sorgfältiger zu achten. Bei der Wahl der Tageszeit und auch durch die Vermeidung von Abdrift in Abhängigkeit von den Windverhältnissen könne noch mehr für die Insekten getan werden. Weitere Stellschrauben gibt es bei der Anlage von Blühstreifen: Im Jahr 2019 wurden im Gebiet des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Ruhr- Lippe in der Summe etwa 450 km Blühstreifen angelegt. Im letzten Jahr waren die Mischungen sehr von Phacelia dominiert. Für das Artenspektrum der Saatmischungen, dies betrifft besonders mehrjährige Ansaaten, bittet Wortmann die Imker um konkrete Vorschläge. So könnten unerwünschte Konkurrenzpflanzen, vor allem Gräser wie z.B. Quecke möglicherweise in Schach gehalten werden, was bislang nicht zufriedenstellend der Fall ist. Ob hierfür z.B. auch Stauden in Frage kommen können, soll geklärt werden.

Enge Zusammenhänge zwischen Landwirtschaft und Imkerei

Die Anlage von Blühstreifen bedeutet für das Verhältnis von Landwirten und Imkern eine win-win-Situation. Ein weiteres Feld, das die Trachtverhältnisse der Bienen tangiert, ist der Anteil von Raps in der Fruchtfolge. Hier ist aufgrund von Resistenzen des Rapsglanzkäfers gegen bestimmte Insektizide ein kräftiger Rückgang zu verzeichnen. Der Einsatz von Palmöl steht zudem in Konkurrenz zu Rapsöl, was den Preis von Raps drückt. Die Teilnehmer sind sich abschließend weitestgehend darüber einig, dass zwischen Landwirtschaft und Imkerei auch in Gebieten mit geringem Obstanbau enge Zusammenhänge bestehen und dass der gemeinsame Dialog besonders wichtig ist. Jörg Nies

 

 

 

 

Hier stellen wir das Formular zur Verfügung, das bezüglich der Veröffentlichung persönlicher Daten dem Kreisimkerverein vorliegen muss. Bitte auf den folgenden Link klicken:

Einwilligung zur Veröffentlichung  persönlicher Daten

 

Hier stellen wir die Formulare zur Verfügung, die zur Meldung bei der Tierseuchenkasse sowie beim Kreisveterinär benötigt werden. Bitte auf den entsprechenden Link klicken.

PDF Meldung Tierseuchenkasse

PDF Meldung Kreisveterinär